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Gesundheitspraxis MendenOlaf Preuss, Heilpraktiker

Ozon-Therapie

Für die Ozonbehandlung verwende ich in meiner Praxis ausschließlich medizinisches Ozon, das aus reinem Sauerstoff hergestellt wird.

Das Wichtigste in Kürze

  • Medizinisches Ozon, hergestellt aus reinem Sauerstoff
  • Vier Verfahren: kleine und große Eigenblutbehandlung, Beutel- und rektale Begasung
  • Welches Verfahren passt, klärt eine gründliche Untersuchung
  • Von der Schulmedizin nicht anerkannt – ausreichende Studien zur Wirksamkeit fehlen

Wie wirkt medizinisches Ozon?

Medizinisches Ozon wirkt desinfizierend (bakterizid, viruzid, fungizid), entzündungshemmend und immunstimulierend. Dieser Effekt wird besonders bei schlecht heilenden Wunden genutzt, z. B. Ulcus cruris („offenes Bein“).

Wie wird Ozon angewendet?

Ozon kann auf unterschiedliche Weise verabreicht werden. Welches der vier Verfahren das jeweils geeignete ist, lässt sich nur nach einer gründlichen Untersuchung klären – ich berate Sie deshalb gerne individuell.

Die vier Verfahren

  • Kleine Eigenblutbehandlung

    Etwas Blut (ca. 1–5 ml) wird mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch versetzt und in den Gesäßmuskel oder unter die Haut zurückgespritzt.

  • Große Eigenblutbehandlung

    Blut (ca. 50–100 ml) wird mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert und als Infusion zurückgegeben.

  • Beutelbegasung

    Begasung von Hautarealen – damit werden Ekzeme oder offene Wunden behandelt.

  • Rektale Begasung

    Wird vor allem bei entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) eingesetzt.

Anwendungsbeispiele

Die Ozontherapie kann nach therapeutischer Erfahrung erfolgreich angewendet werden zum Beispiel bei:

  • Angina pectoris
  • Allergien
  • Alterserkrankungen (Geriatrie)
  • Bluthochdruck
  • Darmerkrankungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Gelenkrheumatismus
  • Herzinfarkt
  • Heuschnupfen
  • Infektanfälligkeit
  • Krampfaderleiden
  • Migräne
  • Raucherbein
  • Schlaganfall (Nachsorge, wenn eine Durchblutungsstörung vorlag)
  • Schwindel
  • Thrombose (Behandlung der Folgeschäden)
  • Unterschenkelgeschwüre, „offenes Bein“

Was sollten Sie vorher wissen?

In der Hand eines gut ausgebildeten Therapeuten lässt die Ozontherapie i. d. R. keine Komplikation erwarten. Wie bei allen „Spritzenbehandlungen“ kann die Injektion jedoch in Maßen schmerzhaft sein oder an der Einstichstelle ein kleines Hämatom („blauer Fleck“) entstehen.

Dazu und zu Anwendungseinschränkungen bzw. Kontraindikationen (z. B. Einnahme blutverdünnender Medikamente) berate ich Sie gerne ausführlich und persönlich.

Die Ozontherapie wird von der Schulmedizin nicht anerkannt, weil keine ausreichenden Studien zur Wirksamkeit vorliegen.

Quelle der Texte: bdh-online.de, © Bund Deutscher Heilpraktiker e. V.

Hintergrund

Wirkung auf Blut und Stoffwechsel

Ozon verbessert die Fließeigenschaften des Blutes und die Sauerstoffversorgung des Gewebes. Außerdem kann Ozon den Abbau ausscheidungspflichtiger Substanzen wie Harnsäure, Harnstoff und Kreatinin sowie von Cholesterinen und Neutralfetten unterstützen.

Die Verfahren im Detail

Im therapeutischen Bereich kann Ozon zum Beispiel in oder unter die Haut und in den Muskel gespritzt werden. Unterschieden werden die „große Eigenblutbehandlung“, die „kleine Eigenblutbehandlung“, die „Beutelbegasung“ von Hautarealen und die „rektale Begasung mit Ozon“.

Bei der kleinen Eigenblutbehandlung wird etwas Blut (ca. 1–5 ml) aus der Vene entnommen, mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch versetzt, verschüttelt und in den Gesäßmuskel oder unter die Haut zurückgespritzt.

Für die große Eigenblutbehandlung wird Blut (ca. 50–100 ml) aus der Armvene direkt in eine Einwegtropfflasche entnommen, mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert und anschließend als Infusion zurückgegeben.

Mit der Beutelbegasung werden Ekzeme oder offene Wunden behandelt, die rektale Begasung hat sich vor allem bei entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) bewährt.

Was ist Ozon?

Ozon ist die energiereiche Form des Sauerstoffs (O₂) und besteht aus drei Sauerstoffatomen (O₃). In der Natur erfüllt Ozon eine ökologische Schutzfunktion in der Erdatmosphäre (Ozonschicht).

Seit wann kennt man Ozon?

1841 beschrieb der deutsche Physiker Schönbein ein farbloses Gas, das er wegen seines strengen Geruchs „Ozon“ (griech. ozein = ich rieche) nannte. Werner von Siemens gelang es 16 Jahre später erstmalig, Ozon auf elektrischem Wege in größeren Mengen herzustellen.

Begriffe kurz erklärt
  • Angina pectoris: Beschwerden durch Einengung der Herzkranzarterien
  • Raucherbein: Verschluss von Arterien in den Beinen
  • Ulcus cruris: Unterschenkelgeschwür, „offenes Bein“

Weitere Informationen

Das passt dazu

Auf einen Blick

Kleine Eigenblutbehandlung
ca. 1–5 ml Blut
Große Eigenblutbehandlung
ca. 50–100 ml Blut